Verhütung

Alles rund um das Thema natürliche und hormonfreie Verhütung

Sport und Hormone

Der Hormonhaushalt und Sport

Der Hormonhaushalt und Sport 1920 1280 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben, 

heute schreibe ich über euer Wunschthema der Hormonhaushalt und Sport.

Durch Sport können wir Energie gewinnen. 

Sport  ist gut und wichtig für jeden Körper. Habe wir keine Bewegung hat es schwere Folgen. Es gehört zu einem gesunden Leben regelmäßig körperliche Bewegung zu haben. Sport wirkt sich positiv auf unseren gesamten Körper aus, beispielsweise haben wir ein besser funktionierendes Immunsystem, wenn wir uns bewegen. Sport verringert die Brustkrebsrate und auch die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Außerdem kann Sport den Schlaft verbessern oder erholsamer machen, durch Bewegung treten weniger Depressionen und Ängste auf und es steigert die Leistungsfähigkeit.

Es gibt aber auch eine andere Seite und die möchte ich heute etwas genauer beleuchten. Bei Frauen die zu viel Sport treiben oder Leistungssport machen kann es passieren, das die Regelblutung aubleibt. Viel intensives Training und zu wenig Nahrung, haben den gleichen Effekt bei Frauen wie strenge Diäten und Magersucht. Es gibt zu wenig Fettgewebe. Der Körper stellt auf einen Sparmodus um und die monatliche Regelblutung ein. Es gibt Untersuchungen die gezeigt haben, daß die Regelblutung bei Leistungssportlerinnen wieder eingesetzt hat, wenn sie täglich 500 bis 700 Kalorien mehr zu sich nahmen. Wie viel Sport für jede einzelne Frau gut und gesund ist, ist sehr individuell.

Das Hormonsystem ist ein sehr ausgeklügeltes System und der Körper ist in der Lage vieles selber zu regulieren. Man kann sich das Hormonsystem wie ein Mobile vorstellen. Wenn ein Bereich im Mobile zu leicht oder zu schwer wird, hat das Auswirkungen auf andere Bereiche. Ein Gleichgewicht ist also unglaublich wichtig. Schafft der Körper diese Regulation nicht mehr, treten Symptome auf und er braucht Unterstützung von außen.  

Für die Hormone gibt es ein Ausgangsstoff und das ist das Cholesterin. Das Cholesterin wird in den Medien oft sehr schlecht dargestellt, dabei ist es ein lebenswichtiger Baustein für unsere Hormonsythese. 90 % des Cholesterins werden in der Leber gebildet. Über Umwandlungsprozesse werden die einzelnen Hormone gebildet. Dazu sind Enzyme notwendig. Sind diese nicht vorhanden, kommt es zu einem Mangel der einzelnen Hormone. So ein Enzymmangel kann zum Beispiel durch schlechte, mangelhafte Ernährung entstehen. Daher ist es so unglaublich wichtig gut und ausreichend zu essen. 

Durch Erschöpfung bestimmter Organe (beispielsweise der Nebenniere) und Unterernährung kann es passieren das ein Hormonungleichgewicht entsteht. 

Männer und Frauen haben die gleichen Hormone, nur die Gewichtung ist eine andere. So haben Männer beispielsweise mehr Testosteron als Frauen, Frauen dagegen mehr Östrogen und Progesteron als die Männer. Viel Kraftsport, Training und körperliche Arbeit können dazu führen, dass das Testosteron der Frau sich stark erhöht. Dieses wiederum führt dann zu einem Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Auch Frauen benötigen Testosteron, aber in viel geringerer Menge als Männer. Das Testosteron ist unter anderem eine Vorstufe für das Östorgen, es ist für die Muskel- und Gewebsfestigkeit zuständig, unterstützt Tatendrang und Selbstbewusstsein und ist für die Libido mitverantwortlich. 

Was bedeutet das alles? 

Im Endeffekt geht es, wie immer darum ein gutes Gleichgewicht zu finden. Sport in einem Maß zu machen der für den Körper gesund ist und der keine negativen Auswirkungen hat. Gesund zu essen, sich auch mal etwas zu gönnen und das mit Genuss zu tun. 

Wenn du gerade beispielsweise an einer Amenorrhoe (ausbleibende Regelblutung) leidest, könntest du versuchen deinen Sport für eine Zeit zu reduzieren oder sogar ganz darauf verzichten und dir eine sanftere Sportart suchen. Außerdem könntest du probieren deine Ernährung zu optimieren und darauf achten unter Anderem gute, gesunde Fette und Ei zu essen. Und zum Schluss denk immer an deine Leber. Die Leber ist wichtig für die Hormonsynethes und sollte daher immer unterstützt werden. 

Ihr Lieben, hört auf euren Körper und achtet auf eine gesunde Ernährung. 

Habt ihr Fragen zu diesem Thema, dann schreibt mir. 

Zyklus nach Schwangerschaft

Der Zyklus nach der Schwangerschaft

Der Zyklus nach der Schwangerschaft 1707 2560 Vollkommen Weiblich

Jede Frau die bereits Schwanger war und ein Kind bekommen hat, kennt das Gefühl, dass sich viel im eigenen Körper verändert hat. Häufig kennt man seinen Körper sogar besser als vorher. 

Fruchtbarkeit nach der Schwangerschaft 

Wann die Fruchtbarkeit nach einer Schwangerschaft wieder einsetzt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Wann die Fruchtbarkeit zurückkehr hängt besonders davon ab, ob und wie häufig ein Frau ihr Baby stillt. Bei Frauen die nicht oder nur teilweise stillen kehrt ein regelmäßiger Zyklus relativ schnell wieder zurück. Sie können mit einer Rückkehr der Fruchtbarkeit nach ca. 6 – 8 Wochen rechnen. Stillt eine Frau voll, d.h. nach Bedarf des Kindes und auch Nachts, dann bleibt der Prolaktinspiegel im Blut höher und nimmt erst nach Wochen, manchmal sogar erst nach Monaten wieder ab. Dadurch kann es länger dauern, bis der regelmäßige Zyklus wiederkehrt. 

Hier ist aber noch einmal ganz wichtig zu erwähnen: 

STILLEN IST KEINE VERHÜTUNGSMETHODE! 

Die ersten 8 Wochen nach der Entbildung sind der Wochenfluss. Dieser wird nicht als Regelblutung angesehen. Treten Blutungen nach dieser 8 Wochen auf, kann man von einer Regelblutung ausgehen und muss ab sofort Fruchtbarkeit annahmen. Bei Blutungen spreche ich hier natürlich von der Regelblutung ohne aussergewöhnliche Symptome. Je mehr Zeit nach der Entbindung verstreicht bevor die erste Mensblutung wieder einsetzt, um so eher kann davon ausgegangen werden, das der erste Eisprung vor der ersten Blutung stattgefunden hat. 

Hormonelle Veränderungen 

Der Hormonhaushalt hatte sich für die letzten 9 Monate auf Schwangerschaft eingestellt. Nach der Geburt muss sich alles wieder umstellen. Dieser Prozess beginnt mit der Plazentageburt. Denn zu diesem Zeitpunkt sinken die Hormone, welche die Plazenta produziert im Blut wieder ab. Hierzu gehören auch das Östrogen und das Progesteron. Mit dem Absinken der Hormone beginnt auch der Rückbildungsprozess. Und die Hormone wie FSH und LH starten wieder. Das die Regelblutung nicht sofort wieder einsetzt, hängt wie bereits beschrieben mit dem Prolaktin zusammen. 

Erst nach dem Abstillen pendelt sich ein „normaler“ Zyklus wieder ein. 

Die erste Menstruation nach der Geburt

Nach einer Geburt kann es passieren, dass sich die Menstruation verändert. Häufig ist sie stärker und schmerzhafter als gewohnt. Bei einigen Frauen ist die Blutung auch länger als zuvor. Meistens pendelt sich der Zyklus nach 1 Jahr wieder so richtig ein. Manchmal passiert es aber auch, das Probleme wie beispielsweise Krämpfe nicht mehr so stark sind oder sogar verschwinden. 

Ein Kind ist das Schönste der Welt und so schön es ist, etwas Energie kosten die ersten Wochen und Monate trotzdem. Und auch das darf man nicht vergessen, wenn der Zyklus auf sich warten lässt, die Blutungen extrem stark sind oder doch PMS Symptome auftreten. Der Schlafmangel, das Stillen, die Nachwirkungen der Geburt und natürlich ein Hormonhaushalt der noch nicht wieder im Gleichgewicht ist spielen eine große Rolle. Viele Frauen merken irgendwann, das Ihnen Zeitweise die Kraft fehlt und sie je nach Zyklusphase doch etwas sensibler sind. 

Was tun? 

Manchmal hilft es sich einfach mehr Auszeiten zu gönnen, gesund zu essen und den Zyklus bzw. den Körper mit entsprechenden Lebensmitteln zu unterstützen. Manchmal ist es aber auch gut einen Arzt oder Therapeuten um Rat zu fragen, Blutuntersuchungen zu machen und gezielt zu schauen wo ein Mangel besteht, wie der Körper unterstützt werden kann und was man tun kann, damit ein regelmäßiger Zyklus wieder eintritt und man sich wohl fühlt. 

Sehr schön finde ich, das in der chinesischen Medizin der Menstruationszyklus als Spiegel der Energetik gesehen wird. Wenn also ein regelmäßiger Zyklus besteht, heißt es das Qi, Blut, Yin und Yang ausgeglichen sind und die Energieproduktion funktioniert. 

Habt ihr Fragen zum Zyklus nach einer Schwangerschaft, dann schreibt mir gerne. 

Foto von Griffin Wooldridge von Pexels

Migräne

Migräne

Migräne 2560 1707 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben, 

Mirgräne ist ein Thema das viele Menschen betrifft und zeitweise zu starken Einschränkungen im Alltag führt. Viele Frauen suchen lange und vergeblich nach Lösungen. Andere haben für sich einen Weg gefunden und merken es rechtzeitig, wenn eine Migräneattacke im anmarsch ist und können gegensteuern. Sogar Kinder können von Migräne betroffen sein, was vielen Menschen und auch Ärzten gar nicht bekannt ist. 

Migräne aus schulmedizinischer Sicht: 

Als Migräne werden wiederkehrende, starke und meist einseitige Kopfschmerzattacken bezeichnet. Hinzu kommen häufig Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und neurologische Strörung. Es gibt unterschiedliche Formen der Migräne. Sie kann mit und ohne Aura auftreten, sie kann chronisch sein, es gibt Migräne der Augen und menstruelle Migräne aber noch viele andere Formen. 

Die Ursachen sind immernoch nicht ganz geklärt. Als Ursachen werden aber genetische Veranlagung, ein gestörter Botenstoffwechsel im Gehirn und eine Minderdurchblutung vermutet. 

Auslöser können Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Schlafmangel, Wetterumschwünge und Hormonschwankungen sein. 

Das ist eine Zusammenfassung von Infos, die man auf unterschiedlichen Internetseiten und in Lehrbüchern findet. 

Meine Migränegeschichte 

Ich bin selber von Migräne betroffen und habe es über die letzten Jahre sehr gut in den Griff bekommen. Besonders schlimm war es, als ich die Antibabypille genommen habe. Nach dem Absetzen wurdes ein wenig besser, ging aber nicht ganz weg. Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt und bin dann auf die Atlasprofilaxe aufmerksam geworden. Die Atlaskorrektur hat eine wirklich große Veränderung gebracht und ich bin fast Migränefrei. Ernähre ich mich schlecht, schlafe ich wenig und habe noch Stress dazu, dann tritt die Migräne selten nochmal auf. 

Atlasprofilaxe: 

Der Atlas ist der oberste Halswirbel. Bei sehr vielen Menschen ist der Atlas fehlrotiert. Meistens passiert dieses bei der Geburt. Dadurch sind das Rückemark, verschiedene Hirnnerven und andere Nervenbahnen einem Dauerdruck ausgesetzt. Durch diese Fehlrotation kann es zu Durchblutungsstörungen kommen und das kann Auswirkungen auf den Ganzen Körper haben und sich beispielsweise mit Migräne zeigen.

Schmerztherapie

In der Schmerztherapie wird  Migräne als ein Alarmschmerz gesehen und warnt vor der Verletzung der Halswirbelsäule. Viele Migränepatienten bewegen ihren Kopf kaum während eines Anfalls, weil jede Bewegung schmerzen oder Symptome verursacht. Es sind so große muskuläre Spannungen entstanden, das die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls steigt. Damit das verhindert wird, erzeugt der Körper den Migräneanfall. Außerdem können die großen Spannungen dazu führen, das Gefäße im Bereich der Halswirbelsäule eingeklemmt werden und es dadurch zu einer Minderdurchblutung kommt. Schlussendlich kann eine Migräne eine Folge von Verspannungen sein. 

Hormonelles Ungleichgewicht: 

Besonders ein hormonelles Ungleichgewicht kann Migräne hervorrufen. Dazu gehört zum Beispiel eine Östrogenübergewicht oder eine Östrogendominanz. Eine Östrogendominanz kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren entstehen. Zum Beispiel spielen hier auch Umweltfaktoren, wie Östrogeneinsatz in der Tiermast, Östrogenverseuchtes Grundwasser und unfreiwillige Aufnahmen von östrogenähnlichen Umweltgiften aus Plastik oder Pestiziden eine große Rolle.  Ist dann noch die Leber erschöpft, die für den Abbau von Hormonen zuständig ist, bringt das den gesamten Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Das kann sich unter anderem durch Migräne bemerkbar machen. Auch als Nebenwirkung der Antibabypille treten Migräneanfälle auf.

Ernährungsfaktoren

Viele Menschen reagieren auf Lebensmittel mit Migräneattaken. So können beispielsweise der Konsum von Weizen oder Milcheiweiß zu einem Migräneanfall führen. 

Das sind nur einige Faktoren und Ansätze die ich euch hier vorgestellt habe. Es gilt herauszufinden welche Auslöser verantwortlich sind und zu schauen welche Maßnahmen man ergreifen kann, um einen Migräneanfall zu verhindern. Wie immer kann man selber schon viel über die Ernährung, genau so wie mit Bewegung und Entspannung verändern. 

Habt ihr Fragen zum Thema Migräne, dann schreibt mir gerne. 

HPV

HPV – Zellveränderungen am Muttermund

HPV – Zellveränderungen am Muttermund 1920 1080 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben, 

Zellveränderungen am Muttermund können Panik machen. Zu einer jährlichen gynäkologischen Routineuntersuchung gehört auch der „Pap-Abstrich“. Dabei wird mithilfe eines Watteträgers Zellmaterial vom Übergang der Vaginalschleimhaut in die Gebärmutterschleimhaut entnommen und im Labor untersucht. Als Information bekommt man dann einen „Pap-Wert“, welcher den Schwergrad der Veränderung anzeigt. 

Je nach Schweregrad kann eine Biopsie veranlasst werden. Nach wiederholter Auffälligkeit wird dann nach den Viren gesucht um zu sehen welche Art von Viren die Zellveränderung verursacht. Dabei gibt es high risk und low risk Viren. Die high risk Viren werden mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht und erfordern eine engmaschigere Kontrolle. 

Viele Patienten verlassen die Arztpraxis mit einem Befund und der Mitteilung, dass es sich um eine Einbahnstrasse handelt. Das Ergebnis kann nur schlechter werden. NEIN! Das ist nicht so. Man kann sehr viel für seine Gesundheit und gegen einen auffälligen Pap-Abstrich tun. 

Ein operativer Eingriff ist nicht immer notwendig. Bei einer Konisation wird mittels Laser oder auf konventionelle Art ein Teil des Gebärmutterhalses entfernt. Anschließend ist der Gebärmutterhals leider nicht mehr so stabil und es kann bei einer evtl. Schwangerschaft zu Problemen kommen (bespielsweise Früh- oder Fehlgeburten). Häufig treten auch am Narbenrand nach einiger Zeit wieder Zellveränderungen auf. Natürlich ist es manchmal notwenig zu operieren, aber in vielen Fällen besteht die Möglichkeit auf anderem Wege etwas zu tun. 

Die Ursachen für die Zellveränderungen können unterschiedlich sein. Chronische und wiederkehrende Infektionen, besonders durch Viren verursacht zählen zu den auslösenden Faktoren, aber auch die Einnahme von Hormonen wie die Pille, die Spirale (durch den Rückholfaden) sowie Spermien und Spermienzerfallsprodukte. Auch kann man seinen Blick einmal auf sein Stresslevel lenken. 

Das Milieu ist geschwächt! 

Normalerweise ist das Immunsystem dafür da, erkrankte Zellen auszusortieren und zubeseitigen, genau so wie Viren und Baktieren. Ist das Mileu geschwächt, so schafft der Körper es nicht mehr. 

Jetzt ist es wichtig seinen Körper zu unterstützen. Das kann über durchblutungsfördernde Maßnahmen, Schleimhautschutz und Reizminderung (Benutzt beim Sex erst einmal ein Kondom) passieren. Die Schleimhautstruktur muss verbessert werden und evtl. Infektionen müssen bekämpft werden. Hierzu zählen beispielsweise Pilzinfektionen aber auch bakteriall verursachte Infekte. Wie immer sind eine Ernährungsumstellung und eine Unterstützung des Immunsystems sehr ratsam. 

Ein Befund ist nie eine schöne Nachricht und es gilt immer sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und das bestmögliche für seinen Körper zu tun. In vielen Fällen ist viel Möglich. 

Habt ihr Fragen, dann schreibt mir gerne.

Menstruationsschmerz

Menstruationsschmerzen

Menstruationsschmerzen 2560 1798 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben, viele von euch haben sich einen Beitrag zum Thema Menstruationsschmerzen gewünscht. Und auch aus der Praxis weiß ich, dass es ein Thema ist mit dem viele Frauen zu kämpfen haben. 

Bevor ich über den Schmerz schreibe, möchte ich ein etwas zur Menstruation im allgemeinen erzähle.

Wie wurdest du auf deine erste Regelblutung, die Menarche vorbereitet? 

Die Menarche ist ein ganz besonderes Ereignis. Es ist der Zeitpunkt an dem ein Mädchen zur Frau wird und die Fährigkeit bekommt neues Leben zu schenken. Findest du nicht auch das es eigentlich ein Tag der Freude sein sollte, der gefeiert werden muss? Meistens passiert das leider nicht. Es wird sich eher für die Blutung geschämt und kaum drüber gesprochen. Natürlich soll kein Mädchen losziehen und es gleich jedem erzählen. Aber es einer Person des Vertrauens mitzuteilen und diesen Tag zu etwas besonderem zu machen, kann wirklich schön sein. 

In einem Frauenheilkundeseminar habe ich einmal eine Mutter kennengelernt, die mit ihrer Tochter die Menarche „gefeiert“ hat. Beide haben sich schön angezogen und haben einen gemeinsamen Tag verbracht. Die Tochter durfte sich einen Ring als Erinnerung und Symbol aussuchen. Für beide war es ein sehr schönes Erlebnis. Mir gefiel die Wertschätzung für diesen großen Moment. 

Was passiert bei der Menstruation? 

Die Gebärmutterschleimhaut besteht aus zwei Schichten. Im Laufe eines Zyklus verändert sich die oberste Schicht. Sie wird in der ersten Zyklusphase unter dem Einfluss des Hormons Östrogen aufgebaut. In der zweiten Zyklusphase, das ist die Phase nach dem Eisprung, wird die Schleimhaut mit Hilfe von dem Hormon Progesteron weiter aufgebaut und für einen eventuellen Gast bereit gemacht. Kommt es zu keiner Befruchtung der Eizelle tritt ca 10-16 Tage nach dem Eisprung die Menstruation ein und die Schleimhaut blutet wieder ab. Danach beginnt das Ganze wieder von vorne.

Eine Blutung kann stark oder schwach sein und das kann sich auch von Zyklus zu Zyklus unterscheiden. Normalerweise dauert eine Blutung zwischen 3 und 5 Tagen. An den ersten beiden Tagen wir die größte Blutmenge ausgeschieden. Manchmal hat eine Frau das Gefühl sie würde „auslaufen“, das ist in den meisten Fällen aber nicht so.

Normalerweise verliert eine Frau ca 80 ml Blut während einer Periode.

In der Zeit vor und während der Mensturation haben manche Frauen besondere Fähigkeiten. Manche Frauen können Düfte stärker wahrnehmen, Zärtlichkeiten intensiver empfinden, mehr Kreativität entwickeln und Glück oder Unglück intensiver erleben. Es ist eine Zeit in der unser Körper uns signalisert inne zu halten und mehr auf uns zu achten. Nehmen wir die Zeichen unseres Körpers nicht wahr, kann es passieren das es zum Beispiel zu Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Müdigkeiten oder Spannungsgefühlen kommt. 

Warum haben Frauen Mensturationsschmerzen?

Warum es bei manchen Frauen zu Schmerzen vor und während der Menstruation kommt und bei manchen nicht ist noch unklar. Grundsätzlich wid davon ausgegangen das es durch ein Zusammenspiel verschiedener Botenstoffe (wie Östrogen, Progesteron, Oxytocin, Vasopressin, Prostagladine, Katecholamine) die nicht harmonisch ablaufen, zustande kommt. Dadurch kann es passieren das sich die Gebärmuttermuskulatur krampfhaft zusammenzieht, ähnlich wie bei Wehen. Das ist die eine Seite – die körperliche. Es gibt aber auch psychologische Faktoren, die den Schmerz unterschiedlich Stark wahrnehmen lassen und die dazu führen das Frauen und Mädchen unter ihrer Menstruation leiden.

„Viele Frauen wurden darauf „programmiert“, die Blutung mit Belastung, Krankheit und Schmerz gleichzusetzen“.

Dr. med. Elisabeth Raith-Paula

Die Mensturation ist etwas Gutes. Sie erinnert uns jeden Monat daran, das wir Frauen sind. Außerdem haben wir in jedem Zyklus durch die Mestruation die Möglichkeit ganz natürlich zu entgiften. Das ist ein Geschenk. 

90 % aller Beschwerden rund um die Menstruation haben keine organische Ursache. Und hier schließt sich der Kreis zu meiner Eingangsfrage. „Wie wurdest du auf die Mensturation vorbereitet, wie hast du sie erlebt? 

Was kannst du bei Regelschmerzen tun?

Es kann hilfreich sein über Thema Weiblichkeit und Menstruation einmal genau nachzudenken und dem Ganzen etwas mehr positive Energie zu verleihen. Es gibt die Möglichkeit über Körperarbeit dieses Thema anzugehen. Es gibt zum Beispiel körperliche Visualisierungsarbeit, die helfen kann den Grund für die Schmerzen zu finden. Genau so wichtig ist es auf sich uns seinen Körper zu hören und sich doch eine Auszeit zu gönnen, wenn der Körper es verlangt. 

Auch über die Schmerztherapie können Regelschmerzen gemildert werden. Denn wie bereits erwähnt kann es passieren, dass sich die Muskelspannung während der Menstruation verändert. Dieses kann über unterschiedliche manuelle Therapien erfolgen. Auch Akupunktur kann hilfreich sein. 

Auf jeden Fall ist es gut auf die Ernährung zu achten. Vorallem Zucker, Milchprodukte und Getreide sollten in der zweiten Zyklusphase reduziert werden. Das Gleiche gilt für Kaffee.. Insgesamt sollte der Körper lieber entsäuert werden. 

Pflanzen können, beispielsweise als Tee Linderung bei Mensturationskämpfen schaffen. Besonders gut ist meine Lieblingspflanze der Frauenmantel, aber auch Schafgarbe, Melissenkraut und Kamille.                                                       

Magnesium Phosphoricum D6, als „heiße 7“ getrunken,  ist ein weiteres meiner Lieblingsmittel. Es kann bei krampfhaften Regelschmerzen helfen, ist aber auch gut bei Migräne oder wenn insgesamt etwas Spannung vorhanden ist. 

Das hier sind natürlich alles wieder keine therapeutischen Indikationen sondern einfach Hinweise und Denkansätze. Es ist immer gut einen Therapeuten aufzusuchen, wenn Probleme bestehen. 

Ich hoffe mein Beitrag konnte das Bild der Menstruation etwas verändern und dir ein paar Anregungen geben. Hast du Fragen? Dann schreib mir gerne.

PMS

PMS – die Tage vor den Tagen

PMS – die Tage vor den Tagen 2048 1365 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben, Frauen sind unterschiedlich und so ist auch ihr Verhalten, ihr Empfinden und ihre Reaktion in den Tagen vor den Tagen oft unterschiedlich. Frauen beschreiben sich oft selbst als: empfindlich, kratzbürstig, unausstehlich, streitlustig, anlehnungsbedürftig, sensibel…. ich könnte noch vieles aufzählen. Auch körperlich gibt es häufig Veränderungen, die manchmal schon mit der zweiten Zyklusphase beginnnen. 

Eine Dozentin von mir sprach immer von „prämenstrueller Sensibilität“. In diesen Tagen kommt ein bisschen „Wahrheit“ ans Licht. Frauen sind mit sich und ihrem Körper stärker verbunden und Dinge die sonst toleriert werden, können zu dieser Zeit nicht mehr einfach hingenommen werden. 

Frauen die großen körperlichen und seelischen Stress haben, scheinen öfters Probleme mit PMS zu haben.

Manchmal ist es eine „prämenstruelle Sensibiltät“, die wir anerkennen dürfen. Aber bei einigen Frauen kann sich aber auch ein hormonelles Ungleichgewicht hinter dem PMS verstecken. Und das macht vielen Frauen dann schwer zu schaffen. 

Was passiert überhaupt im laufe eines Zyklus?

Um zu verstehen was bei einem prämenstruellen Syndrom oder auch einer Gelbkörperschwäche passiert, muss man wissen was überhaupt in einem Zyklus passiert.

In der ersten Zyklusphase reift die Eizelle unter Hormoneinfluss heran. Eine hormonelle Reaktion führt zum Eisprung. Das Ei wird in den Eileiter abgegeben und soll dort ggf. auf das Spermium treffen. Im Eierstock bildet sich aus der Eihülle der Gelbkörper (eine Hormondrüse), der nun das Progesteron produziert. In einem „normalen Zyklus“ ist die Gelbkörperproduktion nach 12-14 Tagen erschöpft und die Hormondrüse zerfällt. Darauf hin erfolgt dann die Blutung. 

Ist der Gelbkörper aber zu schwach (Gelbkörperinsuffizenz) und produziert zu wenig Progesteron, entsteht ein Östrogenüberschuss. Beide Hormone sollten in einem bestimmten Verhältnis zueinander vorhanden sein. Der Überschuss an Östrogen führt dann zu Wassereinlagerungen, schmerzenden Brüsten, Gewichtszunahme und kann natürlich auch Auswirkungen auf das seelische befinden der Frau, das Hautbild oder die Verdauung haben. 

PMS nach dem Absetzen der Antibabypille

Bei vielen jungen Frauen tritt PMS aufgrund der Antibabypille auf. Durch die Einnahme wurde das Hormonsystem mehr oder weniger lahm gelegt. Besonders bei Mädchen die sehr früh mit der Einnahme der Antibabypille begonnen haben – als das Hormonsystem noch gar nicht ausgereift war – machen sich prämenstruelle Beschwerden bemerkbar. 

PMS durch Stress

Einen großen Einfluss auf den weiblichen Zyklus haben auch Stress und Schichtarbeit. Besonders Stress ist pures Gift für unser Hormonsystem. Bei Stress steigt der Prolaktinspiegel im Blut. Die dadurch auftretenden Zyklusstörungen enden aber häufig nicht mit dem Eintritt der Menstruation, wie es bei einer Gelbkörperschwäche der Fall ist. 

Welche Möglichkeiten gibt es bei PMS?

Um den normalen zyklischen Prozess anzukurbeln und wieder in den Rhythmus zu kommen, können Pflanzen sehr gut helfen. Dabei ist es oftmals gut in zwei Phasen vorzugehen. In der ersten Zyklusphase werden östrogenanregende und eisprungfördernde Pflanzen verwendet und in der zweiten Zyklusphase werden die Gelbkörperhormone angeregt. 

Hier kommt wieder meine Lieblingspflanze Alchemilla (Frauenmantel ins Spiel. In der zweiten Zyklusphase eingesetzt, unterstützt sie die Gelbkörperphase und kann als Schutzmantel auch seelisch unterstützen. Genau so wie die Schafgabe, die bei Zyklusstörungen gerne mit eingesetzt wird.

Mönchspfeffer, der häufig verordnet wird, wirkt bei manchen Frauen ganz schnell und bei anderen garnicht oder führt eher zu einer Verschlechterung. Daher muss immer gut kontrolliert werden, welche Pflanze oder welches Mittel zu einer Frau passt.

Wenn du unter prämenstruellen Beschwerden leidest, ist es erst einmal gut, in dich zu gehen und zu schauen was dir und deinem Körper gut tut. PMS kann auf jeden Fall sehr gut behandelt werden und sollte dich nicht verzweifeln lassen.

Hast du Fragen? Dann schreib mir gerne.

Zyklusblätter

Zyklusunregelmäßigkeiten

Zyklusunregelmäßigkeiten 2560 1920 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben,

viele Frauen sind sich unsicher ob ihr Zyklus normal ist oder haben einen unregelmäßigen Zyklus und wissen nicht so richtig warum das so ist und was sie tun sollen. 

Häufig wird uns Frauen gesagt nur ein 28-Tage-Zyklus ist ein gesunder Zyklus. Es heißt der Zyklus richtet sich nach dem Rhythmus des Mondes und daher wurde auch die Pille auf einen 28 Tage-Rhythmus konzipiert. So hat die Frau das Gefühl alles läuft in ihrem Köper ganz normal. Das ist allerdings nur vorgespielt, denn unter der Pille laufen nicht die normalen Vorgänge im Körper ab. (Hier kannst du mehr darüber lesen) 

Es gibt natürlich Frauen die einen regelmäßigen 28-Tage-Zyklus haben, das ist aber nur ein kleiner Anteil. Viele Frauen haben einen längeren oder auch einen kürzeren Zyklus. Sollte es bei dir so sein, dann sei nicht beunruhigt. Eine normale Zykluslänge liegt zwischen 23 und 35 Tagen. Und genau so normal ist es, das die Zykluslänge von Zyklus zu Zyklus schwanken kann. Bei der Mehrheit der Frauen sind die Zyklen unterschiedlich lang. Es gab Untersuchungen bei denen herauskam, dass bei 60 von 100 Frauen die Zykluslänge innerhalb von einem Jahr um mehr als 1 Woche schwankt. 

Wir sind eben keine Maschinen. 

Natürlich gibt es für manche Zyklusunregelmäßigkeiten auch Ursachen. 

In den ersten Jahren nach der Menarche (erste Regelblutung) muss der Zyklus sich erst einmal einspielen. Viele Mädchen denken, das bei Ihnen etwas nicht stimmt oder sie sind unzufrieden,  weil sie nicht planen können wann die Menstruation einsetzt. Häufig wird von den Gynäkologen dann die Antibabypille verschrieben. Das bringt aber leider keine Regelmäßigkeit in den Zyklus sonder schaltet ihn aus. Erst einmal hat das Mädchen dann „Ruhe“. Das Problem der Zyklusunregelmäßigkeit tritt dann wieder auf, wenn die Pille abgesetzt wird. Meistens ist dann ein Kinderwunsch vorhanden. Wichtig wäre also nach der Menarche eigentlich nicht direkt die Pille,  sondern mehr Information über den eigenen Körper und etwas Geduld. Der Körper braucht nur etwas Zeit und muss trainieren, dann spielt sich auch alles ein. 

Das Gleiche gilt für den Zyklus nach Absetzen der Pille. Die Chefzentrale, Hypophyse und Hypothalamus waren für eine ganze Weile in Tiefschlaf versetzt. Auch die Eierstöcke mussten nichts tun. Da braucht der Körper einfach ein wenig Zeit seinen Rhythmus wiederzufinden. Es ist nicht unüblich das es bei manchen Frauen ein Jahr und länger braucht, bis sie ihren Rhythmus wieder gefunden haben. 

Natürlich spielen bei unregelmäßigen Zyklen auch die äußeren Einflüsse, wie Stress und psychische Belastungen ein Rolle. Genau so kann viel über eine gesunde Ernährung verändert werden. Auch Rauchen, Leistungssport und Reisen kann einen Einfluss auf den Zyklus haben.

In manchen Fällen macht es Sinn einmal auf die Schilddrüse zu schauen, um festzustellen ob eine Schilddrüsenfehlfunktion vorliegt. Aber auch Krankheiten wie Magersucht oder PCOS können eine Zyklusstörung verursachen. 

In vielen Fällen gibt es ganz natürliche Möglichkeiten den Zyklus zu regulieren und es stecken einfache Ursachen hinter der Unregelmäßigkeit. Manchmal braucht der Körper nur einen kleinen Anstoss. Hat eine Frau gemerkt das sie aus ihrem Rhythmus gekommen ist, kann sie alleine oder mit Hilfe eines Therapeuten diesen relativ schnell wiederfinden. 

Hast du Fragen zum Thema Zyklusstörungen? Dann schreib mir gerne.

PCOS

Was tun bei PCOS

Was tun bei PCOS 2048 1365 Vollkommen Weiblich

Hallo du Liebe, in meinem ersten Beitrag über PCOS habe ich einen kurzen Einblick über die Erkrankung geben. Jetzt möchte ich dir noch einige weitere Tipps geben, was PCOS beeinflusst und was du tun kannst, um nicht die Pille nehmen zu müssen.

Eines der größten Probleme für Frauen, sind Hirsutismus und Akne. Und das finde ich absolut verständlich. Alles womit wir uns unwohl fühlen, was wir nicht schön finden, mindert unser Selbstwertgefühl und wir fühlen uns nicht mehr wohl. Leider gibt es hierfür keine kurzfristige Lösung, die bei jeder Frau klappt. Die Therapien sind langfristig ausgerichtet und brauchen Geduld. Für den Hirsutismus kann das Dihydrotestosteron verantwortlich sein. Dieses wird vor allem durch eine Insulinresistenz, Übergewicht, eiweißreiche Ernährung, DHEA-Substitution und eine Schilddrüsenüberfunktion gefördert. 

Also auch hier spielt die Ernährung wieder eine große Rolle. Wie bereits beschrieben sollte eine pflanzenreiche Ernährung fokussiert werden. Eine ebenfalls positive Wirkung kann Grüner Tee haben. Aber auch Zink, Vitamin B6 und Sägepalme sind gut, um die Umwandlung in das Dihydrotestosteron zu verringern. 

Auch Akupunktur kann eine gute Option für Frauen mit PCOS sein. Da häufig eine erhöhte Sympathikusaktivität vorliegt, was zur Folge eine erhöhte Testosteronbildung haben kann. Dadurch entsteht dann Akne und vermehrter Haarwuchs. Durch die Akupunktur kann die Sympathikusaktivität reduziert werden. Eine erhöhte Sympathikusaktivität haben wir beispielsweise wenn wir viel Stress haben. 

Schwermetallbelastungen und Umweltgifte können enfalls einen Zusammenhang mit dem PCOS haben. Daher wird in der naturheilkundlichen Therapie die Leber und die Niere unterstützt, damit die Fremdsubstanzen gut entgiftet werden können. Wenn diese beiden Organe überlastet sind, können sie ihre Aufgaben in der Hormonsynthese nicht erfüllen. Sind die Entgiftungswege wieder frei, kann im zweiten Schritt eine Entgiftung sinnvoll sein. 

Die meisten Frauen mit PCOS nehmen die Anitbabypille ein oder haben diese bereits eingenommen. Damit der Körper wieder richtig ausgeglichen funktionieren kann, ist es wichtig einmal auf die Vitalstoffe zu schauen, dazu gehören Vitamin D, Omega-3, Zink, Chrom, Magnesium und die B-Vitamine. Diese können durch die Einnahme der Pille stärker verbraucht werden und es kommt in der Folge zu einem Mangel. 

Wenn nun die Mineralstoffe ausgeglichen sind, die Ernährung umgestellt und auch die Entgiftung unterstützt worden ist, sich der Zyklus aber noch nicht wieder eingestellt hat, kann das nächste Ziel sein, der Frau wieder einen Zyklus zu zaubern. Besonders gut geeignet sind hierfür Tee´s und pflanzliche Urtinkturen. Diese werden dann rhythmisch, nach den Zyklusphasen eingenommen.

Du merkst das hier viele Themen eine Rolle spielen können und das du dich vor allem mit deinem Lebensstil auseinander setzen musst. Ich hoffe du kannst ein paar hilfreiche Info´s mitnehmen. 

Es ist auf jeden Fall immer gut sich Unterstützung zu holen, damit es dir so richtig gut geht

PCOS

PCOS – Ist die Pille die einzige Lösung?

PCOS – Ist die Pille die einzige Lösung? 2560 1712 Vollkommen Weiblich

Hallo du Liebe,  
viele von euch haben sich einen Beitrag zu PCOS gewünscht. 

Vielleicht bist du selber betroffen oder hast die Vermutung das du PCOS hast, vielleicht ist aber auch deine Freundin betroffen und du möchtest dich einfach informieren. Daher will ich dir erst einmal ein paar Infos über das Polyzystische Ovarial-Syndrom geben. Häufig werden Frauen mit der Diagnose ziemlich allein gelassen und wissen gar nicht so richtig was nun zu tun ist. Die einzige Aussage die sie bekommen ist: „Dann nehmen Sie jetzt einfach die Anti-Babypille weiter!“. Aber das wollen nicht alle Frauen. Aus gutem Grund. Welche Auswirkungen die Pille auf den weiblichen Körper hat kannst du hier lesen.

Erst einmal vorweg, mit der Diagnose PCOS bist du nicht allein. Auch wenn dir diese Information jetzt nicht wirklich hilft, es sind in Deutschland knapp 5-10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter von PCOS betroffen. 

Was ist PCOS? 

Bei PCOS liegt eine hormonelle Störung vor, durch die es zu Zyklusunregelmäßigkeiten bis hin zum Ausbleiben der Menstruation kommt. Bei einigen Frauen tritt Hirsutismus (das ist männliche Behaarung), Akne oder Haarausfall auf. Und ein Großteil der Frauen haben mit Übergewicht zu kämpfen. 

Die Diagnose sollte nach den Rotterdam-Kriterien erfolgen. Dabei müssen zur Diagnose 2 von 3 Kriterien erfüllt sein, dazu gehören: 

  • Zyklusstörungen (Amenorrhoe oder Zyklen die länger als 35 Tage sind) 
  • Polyzystische Ovarien
  • erhöhte männliche Hormone im Blut

Außerdem sollten andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, die ähnliche Symptome verursachen. Dazu gehören z.B. Hashimoto, Adrenogenitales Syndrom (AGS) oder auch eine Hypophysenschwäche. 

Leider werden nicht immer so umfangreiche Untersuchungen gemacht und manche Frauen bekommen die Diagnose nur aufgrund eines Ultraschallbildes. Sollte das bei dir der Fall gewesen sein, dann lass bitte noch weitere Untersuchungen machen. Nur aufgrund eines Ultraschallbildes die Diagnose PCOS zu bekommen ist nicht ausreichend und es ist dann nicht 100% sicher das es  auch wirklich PCOS ist. 

Ebenfalls muss geschaut werden, ob es ein Post-Pill-PCOS ist. Diese Form von PCOS kann nach Einnahme der Pille auftreten, da das Hormonsystem noch nicht wieder richtig in Gang gekommen ist. Es werden Follikel gebildet, aber das Ei schafft es noch nicht wieder zu springen. Dadurch entstehen viele Follikel/Zysten. Also eigentlich nur ungesprungene Eizellen. Hier tritt seltener Übergewicht auf und meist gab es vor der Einnahme der Pille regelmäßige Zyklen.

Auch sollten die Schilddrüse, die Nebenniere und Entzündungswerte überprüft werden, denn diese können einen Einfluss auf die Ausbildung von PCOS haben. 

Von Adipositas, Insulinresistenz und Hypercholesterinämie sind bis zu 50 % der Patienten betroffen. Daher sollte ein Glukosetoleranztest durchgeführt werden um herauszufinden, ob eine Insulinresistenz vorliegt.

Besonders falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Stress und Alter, aber auch die Einnahme der Pille spielen bei der Entwicklung der Insulinresistenz eine Rolle. Durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung entsteht Fett. Im Bauchfett beispielsweise werden viele Substanzen gebildet die ebenfalls zu der Entwicklung einer Insulinresistenz beitragen können.

Seelische Ebene 

Wenn man sich das Krankheitsbild PCOS einmal anschaut, liegt eine verstärkte Ausbildung männlicher Merkmale vor. Das lässt darauf schließen, dass das Thema „eigene Weiblichkeit“ im Mittelpunkt steht. Hier können die Themen weibliche Vorbilder, die eigene Rolle in der Familie, aber auch Grenzüberschreitungen oder sogar sexuelle Gewalt eine Rolle spielen. Ebenso Fragen  wie „Wie sehe ich meine eigene Weiblichkeit, wie möchte ich als Frau sein?“ oder „Habe ich viel Leistungsdruck?“

Es ist eine Betrachtungsweise und es sind Themen die vorliegen können, aber nicht müssen!

Muss es unbedingt die Anti-Babypille sein?

Nein, die Anti-Babypille ist nicht die einzige Lösung. Es gibt sehr viel was eine Frau selbst tun kann. Dazu gehört natürlich der Punkt Ernährung. Hier ist es am wichtigsten auf eine zuckerfreie, überwiegend pflanzliche Ernährung zu achten, einfache Kohlenhydrate zu meiden und gute Fette zu sich zu nehmen. 

Auch Rhythmus ist ein unglaublich wichtiges Thema. Denn dieser gesunde Rhythmus ist zurzeit nicht vorhanden. Dabei ist es egal ob es um den Rhythmus beim Essen, Schlafen oder für die Pausen geht. Außerdem sind rhythmische Bewegungen eine gute Ergänzung. 

Jetzt hast du ein paar ausführlichere Informationen über PCOS, die physische und psychische Betrachtungsweise und ein paar Anregungen was du selbst tun kannst, damit es dir besser geht. 

In Kürze habe ich einen weiteren Beitrag für dich, in dem du erfährst, was man bei PCOS außerdem noch tun kann. Hast du Fragen zu PCOS, dann schreib mir gerne. 

Äpfel

Verhütungssicherheit und Eigenverantwortung

Verhütungssicherheit und Eigenverantwortung 2048 1365 Vollkommen Weiblich

Hallo ihr Lieben, 

Verhütung soll sicher sein, das ist das wichtigste Kriterium bei dem Thema Verhütung ist die Verhütungssicherheit. Gleichzeitig ist die Sicherheit der Punkt der für die größte Verwirrung sorgt. Immer wieder höre ich die Frage „Welches Verhütungsmittel ist denn nun das Sicherste?“ 

Das die Pille das sicherste Verhütungsmittel der Welt sein soll, ist in unseren Köpfen stark verankert. Und da es auch durch die Ärzt weiterhin so vermittelt wird, stellen viele dieses Argument gar nicht in Frage oder sehen keinen Anlass dazu sich mit Alternativen zu beschäftigen. 

Jahre lang galt der Perl-Index als Richtwert um die Sicherheit eines Verhütungsmittels anzugeben. Aber der Perl-Index ist nur eine Berechnungsmethode, die keine genauen Vorgaben hat. Es ist also nicht festgelegt wie viele Frauen ausgewertet werden, wie alt die Frauen sind, wie häufig sie Sex haben, aus welchen Quellen und Studien diese Daten kommen und wie die wissenschaftliche Qualität der Daten ist. Daher wird dieser Richtwert schon seit längerem nicht mehr genutzt. 

Methodensicherheit und Anwendersicherheit

Statt desen kann man sich die Methodensicherheit und die Anwendersicherheit anschauen. 

Bei der Methodensicherheit, wird die Sicherheit bei abolut korrekter Anwendung gemessen. Die Anwendersicherheit zeigt die Sicherheit unter den „normalen, manchmal auch chaotischen“ Bedingungen des Lebens. Als Grundlage werden immer Daten von 100 Frauen über ein Jahr genommen. Wenn ihr also beispielsweise eine Anwendersicherheit von 1,8 bei NFP seht bedeutet das: Von 100 Frauen sind, innerhalb eines Jahres, 1,8 schwanger geworden. 

Aus meiner Sicht ist die Anwendersicherheit ein Wert den ich mir bei der Wahl einer Verhütungsmethode anschauen sollte, denn wir sind Menschen und keine Maschinen und unser Leben verläuft nicht immer perfekt. 

„Keine Verhütungsmethode ist hunderprozentig wirksam, außer: die Apfelmethode! Statt Sex einen Apfel zu essen, immer, jedes Mal“

Dr. med. Dorothee Struck 

Eigenverantwortung spielt eine große Rolle

Außerdem spielt bei dem Thema Verhütung auch immer die Eigenverantwortung eine Rolle. Die Frau kann dafür sorgen, eine Methode zu wählen mit der sie sich wohl fühlt und sicher fühlt. Dazu gehört Motivation, das Auseinandersetzen mit sich selbst und seinem Körper und das Beachten der entsprechenden Methodenregeln. Das ist bei NFP das Regelwerk, beim Diaphragma die Anwendungsregeln und bei der Antibabypille die Einnahme der Pille und die Einhaltung der Einnahmezeiten. 

Also ihr Lieben macht die Wahl nicht NUR von Zahlen abhängig, sondern beschäftigt euch auch mit eurer Motivation zu den entsprechenden Methoden. 

Hier könnt ihr euch über die einzelnen Verhütungsmethoden informieren.